
Frikadelli-Racing zweitbestes Team beim 6-Stunden-Rennen
Normalerweise ist der vierte Rang im Sport stets der berühmte undankbare Platz. Knapp am Podium vorbei kann man sich nur damit trösten immerhin weit vorne gelandet zu sein. Doch für die Mannschaft von Frikadelli Racing war der vierte Rang beim 6-Stunden-Rennen gleichzusetzen mit einem zweiten Platz und war sozusagen „Best of the Rest“ und damit die zweitbeste Mannschaft des Tages.
Auf den Plätzen eins, zwei und drei rangierten nur Fahrzeuge von Manthey Racing. Die mit Werksfahrern gespickten Fahrerkombinationen ließen den anderen Teilnehmern am Nürburgring keine Chance. Mit einer fast schon beängstigenden Dominanz nahm Manthey Racing das komplette Podium für sich in Anspruch. Direkt dahinter landete das Quartett von Frikadelli Racing. Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler) hatten sich mit Niclas Kentenich (Neuss) und Dr. Edgar Althoff (Viersen) zwei starke Piloten mit in den Früh Kölsch Porsche 997 GT3 R geholt.
Nahezu problemlos drehten die vier ihre Runden bei perfekten äußeren Bedingungen. Während die drei Manthey-Autos auch für Frikadelli-Racing nicht einzuholen waren, hielten sie die anderen Konkurrenten in Schach. Auch ein kleines Feuerchen in der Box warf das Team nicht zurück. „Da hatte sich ein wenig Öl aus dem Überlauf entzündet. Kein Grund zur Aufregung“, meinte Technikchef Uli Lienert gelassen.
Weniger Glück hatte dagegen der Porsche 997 RSR des Teams. Die zweite „Frikadelle“ fing auf der Döttinger Höhe wegen eines kleinen defektes ebenfalls Feuer. Der Fahrer konnte ungefährdet aussteigen, einen größeren Schaden durch die Flammen ließ sich aber nicht mehr verhindern. „Die komplette Heckpartie ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden“, kommentierte Lienert.
Was zu dem Brand geführt hat, muss in den nächsten Tagen analysiert werden. Danach wird sich das Team daran machen, den RSR wieder zu reparieren. Der Mannschaft sitzt aber nicht die Zeit im Nacken. Erst am 25. September steht das nächste VLN-Rennen auf dem Terminplan. Bis dahin können Fahrer und Teams erst einmal die verdiente Sommerpause genießen.
Text: Martin Brock, Fotos: Lukas Breitung & Martin Brock
